Dies Land ein Traum


Über einer noch erhitzten Oberfläche aus Sand
biegt sich das Land, dreht sich wandelnd und räumt
sich selbst und kramt das bißchen Schilf hervor oder
Strandhaferflor oder Seegrasbestand.


Später schieben sich blickdichte Wellen über den Rand
des Abends. Ablandig kriecht ein Planet im Tarnanzug
herbei, umgeht die Lichtschranke der Nacht und wälzt
die See hin und her, spricht: bleib oder geh.


Hattest eine Fülle von Nacht, betratest reine schlichte
Räume, riefst latent die Sterne an, hieltest Hand
mit einem Wesen unerkannt, tief und licht und klar.


Fielst im Federkleid vom Himmel, fremde Luftgeschöpfe
fingen dich – Netz aus unbeflecktem Flaum –
stiegst gedämpften Schrittes aus dem unbewachten Traum.

 

 

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