Im Vakuum der Nacht

 

Im Schlaf zeigt sich im
Niemandsland des Traumgeschehens
ein Mensch.
Er schreibt. Er achtet die Hand als
Zeichensetzerin und die Welt als Fund.


Er geht quer durch einen Nadelwald,
seine Schritte hinterlassen Spuren der vergangenen
Minuten, ein winzig kleines Vakuum. Dann,
auf einer Wiese kommt es zum Zusammenspiel
meiner Feder mit ihm, dem Experten der Entrücktheit.


Wenn es nicht Handke ist, ist es ein Kurzschluß
im System des Unbewussten, zwei kleine hinderliche
Buchstaben aus rostigem Draht, ein Durcheinander
der wechselnden Datensätze im Zwischenhirn,
ein heller Wunsch, im Bilderglühen der Nacht.


 

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