im lichten dunst


ein käfig aus seide hängt vom himmel
gewölbe über einer aura aus schnee
runde um runde verliert der betrachter
seine scharfgestellten augenlichter


am verschwommenen bildrand blüht
ein maulbeerbaum, erscheinen hängende
gärten die dächer der natur beherrschen
still und mächtig was nebelhaft erbleicht


aus grün wird graues lind die bogenbrücke
spannt gedämpft über den weißen fluss
schwingt mit jedem schritt und fängt
jeden laut schon vor seiner ankunft auf


in kaskaden wachsen gefiederte schöpfe
aus feuchten trieben fliegen fahle finken
eine goldammer glüht, ein gespinst
im dunst im dienst eines milden lichts

 

 

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