Der Mantel


Ich hülle mich ein ins Blau mit
Spuren von Nacht, die Wärme
vernäht, geborgen Quadrat für
Quadrat, gesteppte Zeit im kalten
Rahmen der arktischen Weite,
Flocken am Fließband, der
Wind rollt Schneebälle auf.


In der Fabrik am Meerrand
fülle ich Dose um Dose mit
kleinen Körpern. Funkelnde
Fischschuppen streifen meine
Augen, Dose um Dose, gesalzen
versiegelt & weiter auf ihrer
Reise in die Küchen der Welt.


Mein Nachhauseweg führt mich
im Boot übers Wasser, leuchtendes
Glimmen über dem Fjord. Wenn
mein blauer Mantel die Welt wäre,
wäre ich ihr glühender Kern.

 

 

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